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Matcha Schale NARA, Einsteiger-Chawan aus Steinzeug in Kohiki-Technik, Made in Japan

39,90 €

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Die Matcha-Schale NARA ist unsere Schale für alle, die mit Matcha anfangen und trotzdem von Anfang an mit einem echten Stück japanischer Teekeramik arbeiten wollen. Sie wird in Japan gefertigt, und zwar in der Kohiki-Technik: ein dunkler, eisenhaltiger Ton, darüber eine weiße Engobe, darüber eine klare Glasur. Mehr ist es nicht, und genau das macht sie im Alltag so angenehm. Sie sieht ruhig aus, liegt gut in der Hand und nimmt sich nicht wichtiger als der Matcha darin.

Wir haben die neue NARA ein paar Wochen selbst benutzt, bevor sie in den Shop gekommen ist. Was uns dabei aufgefallen ist: Die weite Öffnung macht das Aufschlagen mit dem Chasen leicht, auch wenn man das noch nicht oft gemacht hat. Und die Schale wird mit der Zeit schöner, weil die Oberfläche nach und nach feine Teespuren annimmt. Dazu weiter unten mehr.

Warum NARA

Nara war im 8. Jahrhundert Hauptstadt Japans und ist bis heute eine der Städte, in denen man die Wurzeln der Teekultur spürt. Murata Jukō (1423 bis 1502), der als Vater des Wabi-Tees gilt, wurde hier geboren. Er hat die Teezeremonie von prunkvollen chinesischen Importstücken weg und hin zu schlichten, unregelmäßigen Schalen geführt. Sen no Rikyū hat diesen Gedanken rund hundert Jahre später vollendet. Eine Kohiki-Schale mit ihrem weichen Weiß und dem ungleichmäßigen Rand steht genau in dieser Tradition. Deshalb der Name.

Details zur Matcha-Schale

Material Steinzeug
Technik Kohiki (粉引): weiße Engobe unter transparenter Glasur
Form Han-tsutsu-gata (halbzylindrisch), etwas weiter und flacher
Farbe Weiß mit leichtem Blaustich, olivbrauner Rand, grau-grüne Sprenkel
Herkunft Japan
Maße ca. 13 cm Durchmesser, 6,5 cm Höhe
Besonderheit Jede Schale fällt anders aus, Rand und Sprenkel weichen vom Foto ab

Wie eine Kohiki-Schale entsteht

Kohiki (粉引) heißt wörtlich etwa „mit Pulver überzogen“, und das trifft den Eindruck ganz gut. Die Technik kam im 16. Jahrhundert aus Korea nach Japan, wo die Teemeister die schlichten weißen Schalen schnell zu schätzen lernten. Der Töpfer dreht die Schale aus einem dunklen, eisenhaltigen Ton. Nach dem Trocknen taucht er sie in eine weiße Tonschlämme, die Engobe. In Japan heißt sie Keshō-tsuchi, was so viel wie Schminkerde bedeutet. Darüber kommt eine klare Glasur, dann geht die Schale bei über 1200 Grad in den Ofen.

Beim Brennen passiert das, was die NARA ausmacht. Am Rand läuft die Engobe dünn aus, und der dunkle Ton scheint als olivbrauner Saum durch. Die kleinen grau-grünen Punkte auf der Oberfläche sind Eisenpartikel aus dem Ton, die sich ihren Weg durch Engobe und Glasur bahnen. Töpfer nennen sie Tetsu-fun. Der leichte Blaustich im Weiß entsteht durch die Glasur im reduzierenden Brand. Nichts davon ist bemalt oder nachträglich aufgetragen, und deshalb sieht keine Schale aus wie die andere. Der Rand ist mal breiter, mal schmaler, die Sprenkel sitzen nie an derselben Stelle. Wer eine makellose, gleichmäßige Oberfläche sucht, ist mit Porzellan besser bedient. Wer Charakter mag, bekommt hier reichlich davon.

Kohiki-Keramik ist etwas saugfähiger als glatt glasiertes Porzellan. Mit der Zeit nimmt die Oberfläche feine Teespuren an, meist zuerst am Boden und am Rand. In Japan gilt das nicht als Makel, sondern als Zeichen dafür, dass eine Schale benutzt und gemocht wird. Wer das lieber langsam angehen lässt, spült die Schale vor jedem Matcha kurz mit klarem Wasser aus. Dann nimmt sie deutlich weniger Farbe an.

Form und Handhabung

Die NARA hat die Han-tsutsu-gata-Form (半筒形), also einen halbhohen Zylinder mit fast geraden Wänden, auf denen man die Drehrillen der Töpferscheibe noch sieht und fühlt. Mit rund 13 cm Durchmesser und 6,5 cm Höhe ist sie etwas weiter und flacher als viele klassische Teeschalen. Für Einsteiger ist das ein Vorteil: Der Chasen hat Platz, man stößt beim Schlagen nicht ständig an die Wand, und der Schaum wird schnell fein. Für 70 bis 80 ml Usucha reicht die Größe locker, Koicha geht genauso. Im Winter merkt man allerdings, dass der Tee in einer weiten Schale etwas schneller abkühlt.

Welche Schalenform sich für welche Zubereitung eignet, haben wir in unserem Ratgeber zu japanischen Matchaschalen ausführlicher aufgeschrieben.

Wofür wir die NARA empfehlen

Für Usucha, den leichten, schaumigen Matcha, ist die NARA unsere erste Empfehlung im Shop, gerade wenn der Chasen noch neu ist. Koicha funktioniert genauso gut. Für Matcha Latte geht sie auch, ist aber wegen der weiten Form beim Umgießen nicht die eleganteste Lösung.

Pflege

Von Hand spülen, mit warmem Wasser und ohne scharfe Reiniger. Anschließend gut trocknen lassen, am besten offen und nicht gestapelt, weil die Engobe Feuchtigkeit länger hält. Spülmaschine und Mikrowelle bitte nicht.

  • Vor dem Gebrauch kurz mit klarem Wasser ausspülen
  • Von Hand spülen, keine scharfen Reinigungsmittel
  • Offen trocknen lassen
  • Nicht in Spülmaschine oder Mikrowelle

Bewertungen und Erfahrungen von Kunden zu diesem Produkt